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Graduates
FIT-Chor (slider)
Flaming fishes

Einladung zur Antrittsvorlesung von Professor Dr. Johannes Weth

Prof. Dr. Johannes Weth

Die Fachhochschule für Interkulturelle Theologie Hermannsburg (FIT) lädt herzlich zur öffentlichen Antrittsvorlesung von Professor Dr. Johannes Weth ein.

  • WANN: 30.01.2024, 17.00 Uhr s.t.
  • WO:    Auditorium der FIT

Professor Weth, geboren 1975, hat seit Oktober 2022 an der FIT den Lehrstuhl für Systematische Theologie in interkultureller Perspektive inne. In  seiner englischsprachigen Antrittsvorlesung widmet er sich folgendem  Thema:
"The Communion of the Holy Spirit be with you all." (2 Cor 13:14)
Reflections on a Phenomenology and a Criteriology of the Experience of the Holy Spirit – or, in other words: How Intercultural Theology and Practice Could be Understood in a New Way

Das Interesse des examinierten und promovierten Theologen sowie ordinierten Pastors der evangelischen Kirche gilt nicht allein der Theologie und hier insbesondere der interkulturellen Theologie, sondern auch der Kunst: Parallel zu seinem Theologiestudium hat Weth Bildende Kunst und Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf studiert, wo er als Meisterschüler des renommierten Künstlers und Professors Markus Lüpertz abschloss.

Außerdem ist Weth Gründungsmitglied der ökumenischen Werner Pfetzing Stiftung Himmelsfels im nordhessischen Spangenberg. Gemeinsam mit vielen Mitstreiterinnen und Mitstreitern hat er auf dem Himmelsfels eine interkulturelle, interkonfessionelle und ökumenische Lern- und Lebensgemeinschaft geschaffen. Hier lebt er auch zusammen mit seiner Frau Njeri und ihren beiden Söhnen und bringt sich seit 17 Jahren als Vorstandsvorsitzender, Theologe, Künstler und Mitbewohner ein.

Professor Weth zeigt, wie Theologie, interkulturelles Engagement und Kunst eine dynamische Allianz eingehen können. 

Die offizielle Einladung zu dieser Veranstaltung finden Sie hier: 
Invitation Inaugural Lecture Prof. J. Weth

 

Graduierung 2023: Wissen lebendig werden lassen!

Gruppenfoto Graduates 2023

Am 23. September 2023 feierte die FIT die Graduierung von sechs Absolventinnen und Absolventen der Bachelor-Studiengänge.

Corona, die Entscheidung der verantwortlichen Gremien der Trägerinstitution, die FIT in absehbarer Zeit zu schließen und der Ausbruch des Krieges in und gegen die Ukraine verbunden mit der beunruhigenden Erkenntnis, dass der Frieden in Europa keine stabile Konstante mehr ist - das waren die nicht einfachen Bedingungen, unter denen die diesjährigen Avsolventinnen und Absolventen der FIT studiert haben. Aber sie haben nicht aufgegeben, sondern ihr Studium erfolgreich abgeschlossen. Und nun standen sie da, die sechs glücklichen Absolventen der Bachelor-Studiengänge - David T. Anunda, Florian Ihlenfeldt, Wilke Ringeling, Charity Ugwu, Lara Wunder und Sarah Zawedde aus Kenia, Nigeria, Uganda und Deutschland - sowie die Absolventin des Master-Studiengangs San Su aus Myanmar, um vor den Augen der Hochschulgemeinde und ihrer Angehörigen, geehrt zu werden.

Der Abschluss des Studiums ist jedoch nicht primär das Ende, sondern der Beginn von etwas Neuem: Nun gilt es, das Wissen lebendig zu  machen!

Hier geht´s zum Bericht Graduierung 2023

 

Exkursion der Masterstudierenden nach Hannover

MA 14 Excursion to Hannover 2023

Im Februar 2023 haben die Studierenden des Masterkurses MA 14 gemeinsam mit den Verantwortlichen für den Studiengang  (Prof. Dr. Moritz Fischer, FIT,  und PD Dr. Fritz Heinrich, Universität Göttingen) eine Exkursion in die Landeshauptstadt Hannover unternommen.

Auf dem Programm standen der Besuch der Sonderausstellung "Von goldenen Kutschen und kolonialer Vergangenheit" im Historischen Museum sowie ein Besuch mit Gedankenaustausch beim KED.

Nach dem Besuch der Ausstellung, die u.a. die Rolle der Sklaverei während der Herrschaft des Königshauses Hannover in London beleuchtete, waren die Studierenden und Lehrenden Gast beim Kirchlichen Entwicklungsdienst (KED). Hier gab es Gelegenheit für einen Austausch über die Eindrücke von der Ausstellung und für lebendige Diskussionen zu verwandten Themen, wie etwa die theologische Relevanz des Themas bis hin zu weltweit bestehenden Defiziten bei menschenwürdigen Lebens- und  Arbeitsbedingungen.

Die Exkursion war eine gelungene, ekenntnisreiche Kooperation der beiden genannten Lehrenden und dem KED.

Einen ausführlichen Bericht zur Exkursion gibt es hier: MA 14 Excursion to Hannover 2023

 

Praktika der FIT-Studierenden: Vielfältig, global und lokal

Am Ende des Wintersemesters 2022/23 sind fünf Studierende der FIT nach ihrem Langzeitpraktikum auf den Campus zurückgekehrt und haben öffentlich von ihren Erlebnissen und Erfahrungen berichtet. In diesem Jahr haben sich alle Studierenden für ein Praktikum in Deutschland entschieden, gleichwohl aber in sehr unterschiedlichen Settings und mit globalem Bezug.

So vielfältig die Engagements der Studierenden auch waren, haben sie alle in ihrem Praktikum prägende Erfahrungen und wichtige Erkenntnisse für die Zeit nach ihrem Studium an der FIT sammeln können

Den Bericht von der Präsentation finden Sie hier:

Bericht-Pr-auml-sentation-Praktikum-2023.pdf

 

FIT begeht dies academicus 2022

AKL auf dem dies ac.

Hocherfreut begrüßte der stellvertretende Rektor der FIT, Professor Dr. Andreas Kunz-Lübcke, am 13.05.2022 rund 40 aktive Studierende, Alumni, Lehrende und Gäste zum dies academicus - dem „Höhepunkt des akademischen Jahres” - auf dem FIT Campus.

Das Leitthema des Tages lautete „Religion ohne Bildung?“ Diese – mit Blick auf die vom Missionsausschuss beschlossene Schließung der FIT im Jahr 2025 durchaus auch kritisch zu verstehende – Fragestellung wurde anhand von zwei Weltreligionen beleuchtet: Dem Hinduismus und dem Judentum.

Mehr erfahren Sie hier: Bericht dies academicus 2022

 

Den “Spirit“ der FIT bewahren und fortführen!

Vertreter der Studierenden der Fachhochschule für Interkulturelle Theologie Hermannsburg (FIT) nutzten die jüngste Sitzung des Missionsausschusses (MA) vom März 2022 in Hermannsburg dazu, dem Vorsitzenden des Gremiums, Landesbischof Ralf Meister, sowie dem Direktor des Ev.-luth. Missionswerkes in Niedersachsen (ELM), Pastor Michael Thiel, offiziell die Unterschriftenlisten zu zwei von ihnen initiierten Petitionen gegen die Schließung der FIT zu überreichen. Die an die drei Trägerkirchen gerichtete Petition erhielt 1.508 Unterschriften; die an das ELM gerichtete Petition fand 990 Unterstützer.

Malia Mumo Kisau dankte im Namen der Studierenden für die Gelegenheit, das Wort ergreifen zu dürfen, und appellierte noch einmal, das Studienangebot der FIT zumindest inhaltlich nicht aufzugeben, sondern einen Weg zu finden, dieses fortzuführen. „Gerade mit Blick auf die aktuellen Krisen, die auch an unsere eigenen Haustüren anklopfen, ist es wichtiger denn je, die Vermittlung des christlichen Glaubens und seiner friedensstiftenden Werte in der ganzen Welt weiterzuführen“, ergänzte Wilke Ringeling. Dafür sei das, was man an der FIT lerne, wichtig. 

Landesbischof Meister erwiderte, dass die Kirchen den Wert und den Spirit der FIT sehen und schätzen. Es gebe ein Bemühen der Landeskirche, diesen Spirit zu bewahren und an einem anderen Ort fortzuführen. „Hier sind wir auf einem guten Weg“, so Meister.

Abschied von Professorin Dr. Drea Fröchtling

Schlichtes Kreuz

Am Freitag, den 14.01.2022 (Trauerfeier) und am Samstag, den 15.01.2022  (Urnenbeisetzung) haben die FIT Community und viele weitere Menschen, die ihr verbunden waren, von Drea in der Petri-Kirche Hannover und im Ruheforst Deister Abschied genommen. Es waren bewegende Zeremonien, in denen noch einmal die hohe Wertschätzung, die Drea bei so vielen Menschen genoss, zum Ausdruck gekommen ist.

Vielen Dank an alle, die daran mitgewirkt oder teilgenommen haben, insbesondere dem FIT Chor für den ergreifenden Gesang.

Es ist tröstlich zu wissen, dass Dreas Persönlichkeit und ihr vielfältiges Engagement neben großer Dankbarkeit auch sichtbare Spuren hinterlassen und somit auch in Zukunft Wirkung entfalten. 

Wir werden Drea Fröchtling sehr vermissen und uns dankbar an sie erinnern.

Trauer um Professorin Dr. Drea Fröchtling

Drea 2021

Die FIT Gemeinschaft und das Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM) trauern um Frau Professorin Dr. Andrea Fröchtling, die seit 2012 als Professorin für Praktische Theologie in Interkultureller Perspektive mit Schwerpunkt Internationale Diakonie an der Fachhochschule für Interkulturelle Theologie Hermannsburg tätig war. Wenige Tage vor Weihnachten ist sie im Alter von 52 Jahren verstorben.

"Drea", wie sie (per Du und ohne akademische Titel) von Kolleginnen und Kollegen, Studierenden, Freundinnen und Freunden nur genannt werden wollte, hat unsere Hochschule seit deren Gründung wie kaum jemand anderes fachlich und menschlich geprägt.

Ohne dies jemals herauszustellen, verfügte sie über hohe Kompetenz und akademische Reputation, klaren analytischen Sachverstand, Weisheit und Weitsicht. Nur zu gern hätte sie der FIT zu einer langfristig gesicherten Zukunft verholfen. Noch herausragender und prägender für ihre Persönlichkeit waren aber ihre große menschliche Wärme, ihre Zugewandtheit und ihr unermüdlicher Einsatz für andere. Bis zuletzt galten ihre Gedanken und ihre Fürsorge in besonderer Weise ihren Studierenden.

Die FIT war für sie - gerade in den letzten, von Krankheit belasteten Jahren - Familie, Antrieb und Lebenselixier zugleich. Eine “Alma Mater“ im ursprünglichen Sinne. Für die FIT hat sie alles gegeben. Wir alle - Lehrende, Mitarbeitende und Studierende - sind von Drea unendlich reich beschenkt worden. Für dieses Geschenk sind wir sehr dankbar.

Oft und gern sprach sie mit einem Lächeln im Gesicht von "der besten aller möglichen Welten". Mit Drea Fröchtling war diese Welt gewiss ein besserer Ort. Wir vertrauen sie nun der Obhut Gottes an.
 

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Missionsausschuss beschließt Schließung der FIT mit einer Übergangsfrist

Der Missionsausschuss des Ev.-luth. Missionswerkes in Niedersachen (ELM)* hat am 09.03.2021 beschlossen, die beiden Bachelor-Studiengänge der Fachhochschule für Interkulturelle Theologie Hermannsburg auslaufen zu lassen. Der Hochschulbetrieb wird so lange aufrechterhalten, dass die Studierenden, die das Studium bereits begonnen haben, das Studium abschließen können. Maßgeblich sind hierfür die in den Prüfungsordnungen festgelegten Fristen.

Für den von der FIT in Kooperation mit der theologischen Fakultät der Universität Göttingen angebotenen Master-Studiengang soll nach Möglichkeiten gesucht werden, diesen in Göttingen weiterzuführen.

Das Rektorat steht wegen der Fragen, die sich den Studierenden nun stellen, bereits in Kontakt mit dem Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA). Sollten Studierende zusätzliche Fragen haben, steht die FIT ihnen gern Rede und Antwort. Bitte melden Sie sich hierzu gegebenenfalls beim Rektorat oder bei der Geschäftsführung.

Rektorat, Geschäftsführung, Lehrende und alle Mitarbeitenden der FIT bedauern diese schwerwiegende Entscheidung, die vom Missionsausschuss mit finanziellen Notwendigkeiten begründet worden ist, sehr. Einzelheiten zu den Beweggründen des Missionsausschusses sind der Pressemitteilung des ELM vom 09.03.2021 zu entnehmen: PM ELM 09.03.2021

Das Lehrkollegium der FIT hat in einem offenen Brief vom 11.05.2021 an die Leitungen von Trägerstiftung und Trägerkirchen zu dem Schließungsbeschluss Stellung genommen: Offener Brief der FIT zum Schließungsbeschluss

Die Studierenden der FIT haben zwei Petitionen gestartet, mit denen sie sich für den Erhalt der Hochschule einsetzen und Forderungen an das ELM und die drei Trägerkirchen richten: Studierende, ASTA und Semesterticket

Rektor Prof. Dr. Wilhelm Richebächer hält die Entscheidung des Missionsausschusses angesichts der missionarischen, interreligiös-dialogischen und gesellschaftlichen Verantwortung der Kirchen in einer immer multikulturelleren Gesellschaft für einen großen Fehler und begründet das wie folgt:

„Die FIT verkörpert seit 2012 ein Hoffnungszeichen. Sie hat eine neue, praxisorientierte, interdisziplinäre akademische Ausbildung konzipiert, die staatliche Anerkennung erlangt hat. Diese Ausbildung fördert den interreligiösen Dialog, unterstützt den Brückenschlag zwischen internationalen Gemeinden und den Evangelischen Landeskirchen und dient der Zusammenarbeit zwischen Partnerkirchen in Nord und Süd. All das sind unverzichtbare Belange in einer multikultureller werdenden Gesellschaft, in der die Begegnung und das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher kultureller und religiöser Prägung zunehmen.“

Wie die FIT zahlreichen Reaktionen und persönlichen Äußerungen entnehmen konnte, teilen diese Einschätzung nicht nur viele Freunde, Unterstützer, Kooperationspartner und Alumni der FIT, sondern auch  Akteure aus Wissenschaft, Mission und Ökumene. 

Auch der Wissenschaftliche Beirat hatte sich in den letzten Monaten und Jahren mehrfach für einen Fortbestand der FIT ausgesprochen: „Die FIT verschafft dem ELM deutschlandweit ein Alleinstellungsmerkmal. Noch wichtiger ist: Sowohl die Zusammenarbeit mit den Partnerkirchen des ELM als auch die Förderung der immer wichtiger werdenden Migrationsgemeinden in Deutschland und ihrer Verbindung zu den Landeskirchen hängt auf Dauer daran, dass die Interkulturelle Theologie durch eine Forschungs- und Bildungsstätte wie die FIT im ELM verankert bleibt.“

Mit der Schließung der FIT geben das ELM und dessen Trägerkirchen ein wichtiges und gesellschaftsrelevantes Bildungsangebot mit einem in Deutschland einzigartigen interkulturellen Konzept auf.

Schlussendlich hatten im Missionsausschuss aber finanzielle Aspekte Vorrang vor inhaltlichen und gesellschaftlichen Wertigkeiten.

In der Pressemitteilung des ELM bringt Landesbischof Ralf Meister von der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers gegenüber dem Rektor und dem Kollegium der FIT seinen Dank für die gute Arbeit in den letzten Jahren zum Ausdruck und lässt mitteilen: „Wir als Kirche müssen in Zukunft ganz gezielt daran arbeiten, Interkulturelle Theologie noch viel stärker als bisher als kirchliche Querschnittsaufgabe zu verstehen.“

Ohne akademische Profilierung und Vermittlung von Kompetenzen wie die Befähigung zum interkulturellen Dialog und die wertschätzende Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Religionen und Konfessionen wird die Bewältigung dieser Aufgabe ungleich schwerer.

 

* Der Missionsausschuss ist das Leitungsgremium des Evangelisch-lutherischen Missionswerkes in Niedersachsen (ELM). Er besteht aus 19 Mitgliedern, die von den Kirchenleitenden Gremien der Landeskirchen entsandt werden. Den Vorsitz des MA hat aktuell Landesbischof Ralf Meister inne.