Tagungen und Konferenzen

Fachtagung der EKD und FIT vom 13.12. bis 15.12.2018: Ökumene und theologische Ausbildung

Die Kammer für weltweite Ökumene der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) veranstaltet in Kooperation mit der Fachhochschule für Interkulturelle Theologie (FIT) eine Tagung zu dem Thema Ökumene in der theologischen Ausbildung. Vom 13.12.-15.12.2018 werden in Hermannsburg Fachleute aus Deutschland und Frankreich erörtern, wieviel Ökumene in die theologische Ausbildung gehört.

„Im Zeichen der Globalisierung und des religiösen Wandels muss die Ökumene ihre Rolle neu bestimmen“, betont die Kammervorsitzende Ulrike Link-Wieczorek (Oldenburg). „Auf unserer Konsultation wollen wir die Perspektiven zukünftiger religiöser Bildung und theologischer Ausbildung im Spannungsfeld von Interkonfessionalität, Interkulturalität und Inter-religiosität diskutieren“.

„Wir freuen uns auf unsere Gäste an der FIT, die das Thema aus evangelischer, römisch-katholischer, freikirchlicher und orthodoxer Sicht behandeln werden. Weil unsere Einrichtung selbst weltweit ökumenisch vernetzt ist, bietet sie sich bestens als Veranstaltungsort für diese Tagung an“, fügt der Rektor der FIT, Wilhelm Richebächer hinzu. Die Kammer für weltweite Ökumene wurde erstmals 2011 vom Rat der EKD berufen. Im Auftrag des Rates der EKD arbeitet sie zu Themen der Ökumene. Zuletzt veröffentlichte sie einen Text zu den Christen im Nahen Osten. Neben der Arbeit zur ökumenischen Bildung widmet sich die Kammer auch der Frage des Verhältnisses zur pentekostalen Frömmigkeit in Deutschland und weltweit.

Weitere Informationen zur Tagung entnehmen Sie bitte dem Flyer.

Anmeldungen zu der Veranstaltung sind nicht mehr möglich.

Symposium vom 30.11. - 02.12.2018

Koloniale Besatzungstruppen im Rheinland.

Erläuterungen zum Foto:
Den Grossteil der alliierten Truppen stellte die französische Armee. Viele Soldaten stammten aus Afrika, Madagaskar, Marokko, Algerien und Tunesien.


Das Ludwig-Harms-Kuratorium und die Fachhochschule für Interkulturelle Theologie Hermannsburg haben vom 30.11. bis 02.12.2018 ein Symposium zu dem Thema „Wendezeit Weltkrieg / The First World War as a Turning Point“ veranstaltet.

Inhalte und Ziele des Symposiums

Rund 20 Wissenschaftler aus Deutschland, USA, Großbritannien, Hong Kong, Äthiopien und Südaftika referierten und diskutieren über die in und nach dem Weltkrieg vollzogenen Umgestaltungen in der weltweiten Ökumene und in den interreligiösen Beziehungen.

Der Erste Weltkrieg stellt einen tiefgreifenden historischen Einschnitt dar und führte zu einer grundlegenden Neuordnung der internationalen Beziehungen. Auch in den sogenannten „Missionsfeldern“ in Afrika und Asien wurden die durch eine vermeintliche „westliche Überlegenheit“ und durch Strukturen der Kolonialherrschaft geprägten Beziehungen grundlegend hinterfragt. Die Folgen seien bis heute spürbar, so Frieder Ludwig, Professor für Geschichte der Weltchristenheit und Missionswissenschaft an der Fachhochschule für Interkulturelle Theologie in Hermannsburg bei Celle. Es kam zu Neuansätzen des ökumenischen, interkulturellen und auch des interreligiösen Dialogs.

Im besonderen Blickfeld der Vortragenden standen die Arbeitsgebiete der Hermannsburger Mission (sowie der Hildesheimer Blindenmission) in Südafrika, Äthiopien, Indien und China (Hongkong) und die daraus hervorgehenden Partnerkirchen.

Förderer

Das Symposium wird gefördert durch die Hanns-Lilje Stiftung und durch Kulturfondsmittel des Auswärtigen Amtes. Die Veranstalter danken den Förderern für die Unterstützung.

Konferenz vom 22.06.-25.06.2016

FIT

Aus Anlass des im Jahr 2017 begangenen Reformationsjubiläums hat die Fachhochschule für Interkulturelle Theologie Hermannsburg vom 22.06.-25.06.2016 eine Konferenz zu dem Thema "Die Kirchen der Reformation in gesellschaftlicher und politischer Verantwortung für die Eine Welt" veranstaltet.

Mehr als 50 Experten aus aller Welt diskutierten auf Einladung der FIT die weltweiten Auswirkungen der protestantischen Reformationsbewegung, die im 16. Jahrhundert von Europa ausging.

GEGENSTAND UND SCHWERPUNKT DER KONFERENZ:

Die internationale und interdisziplinäre Konferenz hat das Reformationsjubiläum zum Anlass genommen, die Rolle der Kirchen in gesellschaftlichen Entwicklungs- und Transformationsprozessen im internationalen Diskurs zu reflektieren und damit den weltweiten Wirkungen der Reformation oder der "Weltwirkung der Reformation" nachzugehen. Da Kirchen und Religionsgemeinschaften in vielen afrikanischen, asiatischen und latein-amerikanischen Ländern zu den wichtigsten zivilgesellschaftlichen Akteuren gehören, hat dieses Thema auch für politische Diskursprozesse hohe Relevanz.

Eine umfassende, interkulturell vergleichende Darstellung der Ausgangsbedingungen, Handlungsspielräume und Aushandlungsprozesse mit dem Fokus auf verschiedene Länderkontexte gab es in dieser Form bislang nicht. Die Konferenz hat sich zum Ziel gesetzt, hier Abhilfe zu schaffen und neue Ressourcen für Kirche und Politik bereit zu stellen.

Im Mittelpunkt der Konferenz standen 10 Länderstudien. In Ansehung des Bevölkerungsreichtums sowie des beonderen Verhältnisses zwischen Staat und Religonsgemeinschaften wurden hierfür Äthiopien, Brasilien, China, Deutschland, Indien, Indonesien, Nigeria, Russland, Südafrika und die USA ausgewählt.

Gerahmt wurde die Konferenz durch zwei öffentliche Einheiten:

Den Auftakt am 22.06.2016 bildete eine Podiumsdiskussion zum Thema "Reformation und Weltverantwortung", an der Landesbischof Ralf Meister (Ev.-luth. Landeskirche Hannovers), Prof. Dr. Claudia Warning (EWDE), Prof. Dr. Elisio Macamo (Universität Basel), Prof. Dr. Amélé Adamavi-Aho Ekué (Ecumenical Institute Bossey) und Dr. Cornelia Johnsdorf teilnahmen. Geleitet wurde diese Diskussion von Prof. Dr. Wilhelm Richebächer (FIT). Begrüßt wurden die Konferenzteilnehmer außerdem von Pastor Michael Thiel (Direktor des Ev.-luth. Missionswerkes in Niedersachsen, ELM) und Dr. Mirjam Laaser (ELM).

Am 25.06.2016 wurden die Ergebnisse der Konferenz gebündelt und Perspektiven aufgezeigt.

Weitere Berichte und Materialien zur Konferenz: Siehe untenstehende Links.

FÖRDERER DER KONFERENZ:

BKM

Die Konferenz wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Weitere Förderer:

Landeskirche Hannovers
Landeskirche Schaumburg-Lippe
Landeskirche in Braunschweig
Hanns-Lilje-Stiftung
ELM

Rückschau:

2012:

Am 03. Oktober 2012 fand ein wissenschaftlicher Workshop zum Thema „Interkulturelle Theologie“ statt. Zielsetzung des Workshops war es, die neuen programmatischen Ansätze im internationalen Kontext zu reflektieren. Dabei war der Austausch mit Theologinnen und Theologen aus Afrika, Asien und Lateinamerika zentral: Während das Fach „Interkulturelle Theologie“ wesentlich durch die Anregungen, Impulse und Herausforderungen von Theolog_innen aus dem globalen Süden entstanden ist, erfolgte die Entwicklung konzeptionell-programmatischer Zusammenfassungen doch überwiegend im Westen und insbesondere in Deutschland. Den Teilnehmer_innen des Workshops ging es deshalb um eine angemessene internationale Reflektion in kritisch-kollegialen Feedbackschleifen.

2011:

Vom 08. - 15. November 2011 hat unter dem Titel „Religion, Migration and Identity. Theological Perspectives from Asia, Africa and Europe“ in Accra (Ghana) ein internationaler Workshop stattgefunden; verantwortliche Veranstalter waren Prof. Dr.. Andrea Fröchtling, Prof. Dr. Andreas Kunz- Lübcke (beide Hermannsburg) und Prof. Dr. J. Kwabena Asamoah-Gyadu, Professor of African Christianity & Pentecostal Theology, Dean of Graduate Studies am Trinity Seminary in Accra (Ghana). Das Spektrum der Themen reichte von Studien zu Identitätsfragen im biblischen Israel, insbesondere während seiner Konsolidierung in der Nachexilszeit, bis zu Untersuchungen über die spezifische Identität afrikanischer Re-Migranten und Migrantinnen.

Vom 14. bis 17. November 2011 fand ein von Prof. Dr. Andreas Kunz-Lübcke geleiteter Workshop zum Thema „Children and Their Rights in Different Social and Theological Contexts“ statt, der in Zusammenarbeit mit dem Tamil Nadu Theological Seminary und dem Theological College in Chennai/ Indien durchgeführt wurde. An dieser Tagung nahmen Kollegen und Kolleginnen aus Deutschland, Indien und Simbabwe teil.

2009:

Vom 4. bis 6. Dezember 2009 fand in Hermannsburg ein internationaler Workshop zum Thema „Luther-Rezeption in Afrika, Asien und Lateinamerika“ mit Beiträgen aus Korea, Südafrika, Guyana, Ghana und Deutschland statt. Mit dem Workshop wurden intensive Diskussionen zu den Luther-Bildern und zur Luther-Forschung in unterschiedlichen Kontexten angeregt.